Nur Zähneputzen? – Nicht ausreichend für gesunde Zähne

woman with white teeth biting apple


Oft wundern sich Zahnpatienten über den schlechten Zustand ihrer Zähne. „Ich pflege meine Zähne doch sehr gut?“, ist dann meist die Reaktion darauf. Die tägliche Zahnpflege ist die wichtigste Maßnahme beim Schutz vor Zahnerkrankungen, doch gehört zu einem strahlenden Gebiss noch viel mehr als das.

Ein entscheidender Faktor ist die tägliche Ernährung. Was esse ich, wie viel davon und wann, denn unter unserem vielseitigen Lebensmittelangebot findet man Freunde, aber auch gefährliche Feinde für unsere Zähne. Man sollte sie kennen, um sein Gebiss auf der einen Seite zu schützen und auf der anderen Seite stärken zu können.

Grüner Tee spielt in der Liste der Zahn-Unterstützer eine wichtige Rolle. Mit seinen schützenden Bioaktiv-Bestandteilen, den Polyphenol-Stoffen, wird gleich zweierlei in unserer Mundhöhle unterstützt. Zuerst verändern sekundäre Pflanzenstoffe im grünen Tee, die Speisereste im Mund so, dass Karies-Bakterien diese nicht mehr attraktiv finden, sich somit nicht mehr niederlassen und vermehren. Des Weiteren bekämpfen im Tee enthaltene Wirkstoffe jene Mikro-Organismen, welche Mundgeruch verursachen und später zum Zahnstein führen können. Wichtig dafür allerdings ist, dass der Tee nicht mit Zucker oder Honig versüßt wird, ansonsten erfolgen für unsere Zähne keine Schutzmaßnahmen mehr.

Ungsüßter grüner Tee hilft die Zähne gesund zu halten

Auch diverse Gemüsesorten unterstützen die Stärkung unserer Zähne. Rohe Möhren oder Paprikaschoten gehören zum Beispiel dazu. Bei intensivem Kauen der Rohkost, werden Zahnzwischenräume gereinigt und das Zahnfleisch massiert. Das in den Paprikaschoten enthaltene Vitamin C stärkt das Zahnfleisch und Betacarotin, welches sich in dem Vitamin A der Möhre befindet, stärkt die Immunkraft in den Mundschleimhäuten. Somit können schädliche Bakterien besser bekämpft werden. Auch rohe Sellerie-Knollen sind echte Unterstützer unserer Zähne. Durch die in der Wurzel enthaltenen Wirkstoffe, erschafft der Sellerie in unserem Speichel ein basisches Milieu, in welchem sich Kariesbakterien nicht wohlfühlen.

Diejenigen, die gerne auch mal rohe Zwiebeln im Salat verzehren, werden sich gleich freuen, denn nicht nur als Geschmacksverstärker dient uns die Zwiebel, sie ist auch bei unserer Zahnpflege ein großer Helfer. Schwefelbakterien, die sich in der heimischen Zwiebel befinden, bekämpfen erfolgreich schädliche Bakterien in unserem Mund. Doch auch die bekannte Sushibeilage Wasabi, tötet durch ihren hohen Schärfegrad, die Kariesbakterien in unserem Mund ab. Da schmeckt einem der grüne Brei doch gleich viel besser.

Auch Käse trägt dazu bei Zähne gesund zu halten

Wer hätte gedacht, dass Käse eines der wichtigsten Nahrungsmittel zum Schutz unserer Zähne ist? Vor allem ist er es dann, wenn wir ihn am Ende einer großen Mahlzeit verspeisen de.wikipedia.org. Käse versorgt die Zähne mit wichtigen Mineralstoffen, wie zum Beispiel Calcium und schützt durch seinen Fettanteil gut vor Karies. Beim Kauen und bei dem Zusammentreffen von Käse und Speichel im Mund, lösen sich Eiweißstoffe (Casein) aus der Käse-Masse. Diese legen sich wie ein Schutzfilm an den Zahnschmelz und verhindern, dass saure Nahrungsmittel den Schmelz angreifen und beschädigen. Einen dritten Vorteil bietet uns der Käse auch noch, denn spezielle Milch-Proteine verhindern das Wachstum von schädlichen Bakterien in ihrem Zahnbelag.  Also beenden sie doch ihr nächstes Menü einfach mal mit einem Stück Käse.

Doch so wie es Nahrung gibt die die Zähne stärken, gibt es auch welche die genau das Gegenteil bewirken. Was soll man also meiden, um zum Beispiel Zahnerkrankungen, wie Parodontitis zu vorzubeugen?

Wichtig ist es vor allem, nicht zu oft weiche Nahrung zu verspeisen, denn kauen wir zu wenig, wird kaum Speichel im Mund produziert. Das hat zur Folge, dass die Vorverdauung der Nahrung nicht optimal abläuft. Zudem reinigen Lebensmittel, bei denen wir mehr kauen müssen die Zähne effektiver.

Deutliche Feinde sind deshalb alle Lebensmittel, mit sogenannten leeren und schnellen Kohlenhydraten. Schokoriegel, Cornflakes, Lutsch-Bonbons, Chips, Salzgebäck und Weißbrot werden von den Karies-Bakterien zügig in Zucker umgewandelt, der unsere Zähne angreift.

Allgemein kann man sagen, dass alle Nahrungsmittel, die Säure bilden strikte Zahnfeinde sind. Obst, Cola-Getränke, Essig, Wein, Fruchtsäfte und Sekt gefährden den Zahnschmelz auf höchstem Niveau, da sie ihm sein wichtigstes Mineral nehmen, das Calcium. Das heißt natürlich nicht, dass Obst ungesund ist, doch man sollte es ihn Maaßen genießen und einige Tricks dabei anwenden. Ein gleichzeitiger Verzehr von Jogurt, kann die gefährliche Fruchtsäure des Obstes entschärfen und somit der Beschädigung des Zahnschmelzes entgegen wirken. Ein weiterer Trick wird ihnen bereits bekannt sein. So genießt man zu einem Glas Wein oft ein paar Käsehappen. Diese neutralisieren, wie auch schon bereits erwähnt, die Säure und vermindern das Bakterienwachstum. Wenden sie sich bei weiteren Fragen doch einfach an ihren Zahnarzt, dieser hilft ihnen ganz sicher gerne weiter.

Und ansonsten: Zu jedem Essen ein bisschen Jogurt oder Käse. Das sollte den Bakterien in ihrem Mund den Kampf ansagen und ihnen zu gesünderen Zähnen verhelfen.

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